*** Welpen - Treff ab dem 03. März sonntags um 13.15 Uhr in Offenbach***
                               ***  Welpen - Treff ab dem 03. März sonntags um 13.15 Uhr in Offenbach***

Die meisten Probleme im Zusammenleben zwischen Menschen und Hunden würden gar nicht erst entstehen, wenn es vom ersten Tag an klare Regeln, sprich eine Hausordnung, geben würde.

 

Meistens gibt es gar keine Regeln. Gerade wenn ein neuer Hund einzieht, wird häufig der Fehler gemacht, ihm erst mal fast alles zu erlauben. „Er ist ja noch so klein“, „Er hatte es vorher so schlecht“, „Er muss sich erst mal eingewöhnen“ sind oft die Gründe.

 

Vom Menschen gut gemeint, für den Hund allerdings nicht verständlich. Ein Hund braucht eine klare Struktur in der er sich aufgehoben und sicher fühlt. Der Hund beobachtet die Menschen, mit denen er nun zusammenlebt, sehr genau und kennt nach ein bis zwei Wochen die Körpersprache, den Tagesablauf und die Regeln. Daran orientiert er sich und sucht sich seinen Platz in der Familie. Falls dem Hund (durch fehlende Regeln) suggeriert wurde, dass er wohl eine sehr hohe Stellung haben muss und/oder der Rudelchef ist, fangen die Probleme jetzt richtig an. Auch für Ihren Hund ist das keine einfache Situation. Die meisten Hunde die sich aufgrund fehlender regeln zu Rudelchefs berufen fühlen, sind für diesen „Job“ nicht im Ansatz geeignet und wären froh ihn an einen souveränen Menschen abgeben zu können!

 

Um dieses Problem erst gar nicht aufkommen zu lassen, sollten Sie vom ersten Tag an die Regeln für das Zusammenleben zwischen Mensch & Hund beachten.

 

Aber bitte nicht starr nach Anleitung, jeder Hund ist anders und die hier verallgemeinerten Regeln müssen individuell auf die entsprechende Familie bzw. das Mensch-Hund-Team angepasst werden. 

 

Hunde haben auch ganz unterschiedliche Ressourcen die sie als wichtig erachten. Für den einen Hund ist Futter das absolut wichtigste, für den nächsten Spielsachen, das Territorium oder seine Menschen. Es hilft nichts wenn man als Mensch die Spielsachen des Hundes verwaltet, wenn ihn dieser Bereich gar nicht interessiert, er dafür aber uneingeschränkt die Dinge kontrollieren kann, die ihm wichtig sind.

 

Begrüßung

 

Die meisten Menschen genießen das Begrüßungsritual was sich oftmals einstellt, wenn der Mensch nach Hause kommt und der Hund „ganz aus dem Häuschen ist“. Oft wird der Hund als allererstes und am ausführlichsten begrüßt, was ihm suggeriert, dass er wohl einen sehr hohen Rang haben muss. Nicht immer ist so ein Ritual problematisch, aber wenn sich viele solcher „Kleinigkeiten“ im Umgang mit dem Hund häufen, bekommt er zwangsläufig ein falsches Bild bezüglich. seines Status in der Familie.

Achten Sie darauf wie sie von Ihrem Hund begrüßt werden. Es gibt im Prinzip zwei Formen von Begrüßungen an denen gearbeitet werden sollte. Eine allzu stürmische Begrüßungen sollten sie (artgerecht und nach Anleitung) korrigieren eine sehr unterwürfige Begrüßung korrigieren Sie bitte nicht, ignorieren ist in diesem Fall viel besser. Sonst verstärken Sie eventuelle dieses Verhalten und ihr Hund kann unter Umständen noch zusätzlich urinieren.

Eins stürmische sowie eine unterwürfige Begrüßung erkennen Sie an der Körpersprache des Hundes. Stürmisch: er springt sie massiv an, hat die Ohren nach vorne gestellt und die Rute oben. Unterwürfig: er winselt, versucht an ihnen hoch zukrabbeln, hat die Ohren nach hinten flach an den Kopf gelegt und die Rute runterhängen oder zwischen die Beine gezogen. In diesem Fall sollten Sie den Hund ignorieren (nicht anschauen, anfassen oder ansprechen) und sich einfach begrüßen lassen. Wenn sich der Hund beruhigt hat und sich vielleicht irgendwo abgelegt hat, können Sie ihn zu sich rufen, mit ihm reden und ihn (langsam und ruhig) streicheln.

 

Liegeplätze und Schlafplätze

 

Die Position der Liege- und Schlafplätze hat für den Hund eine zentrale Bedeutung. Wenn man ein Hunderudel beobachtet liegt das ranghöchste Tier meist an einer zentralen und oft auch erhöhten Stelle. Hier ist der beste Überblick gewährleistet. Zurückkehrende Familienmitglieder oder Eindringlinge werden von ihm zuerst erspäht. Der Hund hat von dort sein Rudel voll im Blick und kann gegebenenfalls sofort eingreifen. Die anderen Rudelmitglieder liegen je nach Rang im hinteren Bereich oder neben ihm, aber selten vor ihm. Das sollten wir auch in unserem Mensch- Hund- Rudel berücksichtigen. Haben Sie Ihrem Hund im Flurbereich ein Kissen zugewiesen, ist er, in seiner Wahrnehmung, mit der Sicherheit des Rudels betraut. In den meisten Wohnungen oder Häusern gehen vom Flur alle Türen in die anderen Räume ab. Der Hund hat hier also eine sehr gute Übersicht über jegliches Geschehen. Sie dagegen gehören eher zur Randgruppe, die weiter weg schläft und wenn es klingelt erst viel später zur Eingangstür kommt. Erhöhte Liegeflächen, auch wenn sie eigens für den Hund angeschafft sind, sind ebenfalls zu vermeiden. Natürlich weiß auch Ihr Hund, dass ein Sessel oder eine Couch sehr bequem sind. Außerdem sieht er Sie jeden Tag darauf sitzen oder liegen. Wenn Sie einmal nicht zu Hause sind, wird er diese Liegefläche bestimmt ausprobieren. Hört er Sie kommen und springt er sofort herunter, haben Sie kein Problem. Lassen Sie ihn ruhig in Ihrer Abwesenheit darauf liegen. Knurrt er aber wenn Sie oder jemand anderes sich auf „seine“ Couch setzen wollen, machen Sie ihm die Couch unattraktiv. Stellen Sie ein paar leere Kartons oder legen Sie Alufolie (knistert) auf die Sitzfläche. Liegt Ihr Hund im Türrahmen, gehen Sie mit schlurfenden Schritten „durch ihn hindurch“, ohne ihm wehzutun. (d.h, Sie schieben ihn quasi mit den Füßen.) Beachten Sie ihn dabei gar nicht. Seien Sie ihm gegenüber ignorant. Schicken Sie ihn nicht ständig von dort weg, sondern machen Sie die strategischen Liegeplätze unbequem. Werden Sie extrem reinlich und fegen immer genau da wo er gerade liegt. Legen Sie sein Kissen auf die Stelle, die weniger im Mittelpunkt liegt und auf der er später liegen darf. Werden die anderen strategischen Plätze unattraktiv, geht er freiwillig zu seinem neuen ruhigeren Plätzchen. Selbstverständlich darf Ihr Hund mehrere Liegestellen haben. Denn wo Sie sich aufhalten möchte auch Ihr Hund sein. Natürlich hat man nicht sofort ein Rangordnungsproblem, wenn ein Hund eine dieser Stellen einnimmt, aber man könnte je nach Rasse oder bei Vorhandensein weiterer Problematiken eines bekommen. Wie gesagt, eine Kleinigkeit ist meistens noch keine Thema, aber wenn mehrer zusammen kommen, oder der Hund gerade auf seine Liegeplätze sehr viel Wert legt und sich der Aufgabe der Gefahrenabwehr und Kontrolle widmen möchte, kann es schnell zu Problemen kommen.

 

Ressourcen/Besitz

 

Grundsätzlich sollte keinem Hund egal ob Welpe oder erwachsener Hund, bestimmte Dinge wie Decke, Spielzeug, Kauknochen, Sessel etc. “gehören“. In der Sicht der Hunde ist der, der was hat, auch viel wert, bzw. hat einen höheren Rang. Hunde lassen nicht einfach ihre Sachen so rum liegen, sie würden ihnen sonst bei passender Gelegenheit von einem anderen Rudelmitglied weggeschnappt werden. Es sei denn, all diese Dinge gehören dem Chef. Der darf natürlich alles liegen lassen, ohne das ihm jemand etwas streitig macht. Trägt Ihr Hund gerne Gegenstände in der Wohnung herum? Z.B wenn Besuch kommt oder sogar wenn Sie nach Hause kommen? Nein, das ist kein Gastgeschenk! ;-) Ihr Hund meint das ganz anders. Wenn Sie danach greifen, zieht er vermutlich seinen Kopf weg, stolziert vielleicht auch noch durch alle Räume, legt sich irgendwo hin und nagt ein bisschen auf dem Gegenstand herum. Doch lässt er den Gegenstand dann einfach achtlos liegen. Hiermit zeigt er Ihnen und dem Besuch seinen Besitz und nennt Ihnen seine Spielregeln. (so nach dem Motto der Fernsehwerbung: Mein Haus, meine Frau, meine Kinder, mein Pferd, meine Jacht…) Sammeln Sie lieber alle Spiel- oder Kausachen ein und verwalten Sie diese in einem extra Körbchen. Gespielt wird dann gemeinsam, mit dem Spielzeug Ihrer Wahl. Spielaufforderungen, die von Ihrem Hund ausgehen übersehen Sie einfach. Spiele beenden Sie, bevor der Hund das Spiel beendet wenn er keine Lust mehr hat.

 

Spielen

 

Das Spielen ist immer ein heikles Thema, besonders das „spielen“ diverser Hunde aug so genannten Hundewiesen ist ein zweiseitiges Schwert. Oft hat das dort gezeigte Verhalten nicht viel mit Spielverhalten zu tun, und bereitet ihrem Hund auch nicht immer Spaß und Vergnügen. Aber das sollte im Einzellfall entschieden werden.

Grundsätzlich hat jeder Hund das Bedürfnis nach sinnvoller Beschäftigung, Bewegung und Kopfarbeit. Sie beginnen und beenden das gemeinsame Spiel und entscheiden auch, wie lange und was gespielt wird. Beenden Sie ein schönes Spiel mit Streicheln, Massieren oder einem leckeren Kauknochen. Denn nach einem super Spiel lässt es sich super schlafen oder müde kauen. Versuchen Sie die Vorlieben Ihres Hundes herauszufinden, benutzt er seine Nase bei der Suche nach dem Spielzeug oder doch eher die Augen und erst zum Schluss die Nase? Finden Sie es heraus und fordern Sie ihn dementsprechend. Steigern Sie die Anforderungen, aber langsam, überfordern sie ihn nicht, sonst ist er vermutlich schnell frustriert und das soll da nicht das Ziel sein. Motivation ist sehr wichtig! Gemeinsame Spiele fördern die Zusammengehörigkeit und Teamgeist und nebenbei lernt Ihr Hund durch die Spielregeln auf Sie zu achten. Spielen Sie nicht nur zu Hause. Hunde möchten auch draußen beschäftigt werden. Denn draußen ist das richtige Leben. Auch mit einem Hund in hohem Alter kann man noch spielen. Nichts ist schlimmer als Langeweile und nicht mehr gebraucht zu werden. Doch passen Sie die Spiele der Gesundheit ihres Hundes an.

 

Anschlagen / bellen

 

Sie haben es sicher schon einmal von Ihrem Hund gehört: Ein zartes Wuff, vielleicht auch ein Blick an Sie gerichtet, dann zwei-, dreimal Wuff, und dann geht es richtig los. Der Hund fängt an zu bellen und hört gar nicht mehr auf. Sie können schimpfen, schreien, in einem ruhigen Ton etwas sagen - er lässt sich kaum vom Bellen abbringen. Er hat gelernt, sich selbst um die Sicherheit des Rudels zu kümmern. Und: Wer ist für die Sicherheit im Rudel zuständig? Natürlich die erfahrenen und wichtigsten Tiere, in den meisten Fällen also die Elterntiere. Die ängstlichsten oder auch jüngsten, unerfahrenen Tiere melden die Gefahr. durch das Wuffen. Aufmerksam gemacht, kommen die erwachsenen Tiere und klären die Situation, in dem sie diese in wichtig und unwichtig einstufen und dementsprechend reagieren. Daher müssen auch wir die ersten Warnzeichen wichtig nehmen. Das kleine Wuffen wird sonst zum großen Gekläffe. Ob am Gartentor, an der Haustür oder auch am Fenster - wenn der Hund etwas sieht oder hört, nehmen Sie ihn ernst. Besänftigen Sie ihn nicht, sagen Sie nur „Danke“ oder ein anderes beliebiges Wort und schauen nach. Setzen Sie sich danach ganz entspannt wieder hin oder machen mit dem weiter, womit Sie vorher beschäftigt waren. Später brauchen Sie noch nicht einmal mehr nachschauen gehen, allein das Wort macht Ihrem Hund klar, dass Sie sich um die Sicherheit kümmern. Er wird also melden -  dass ist ja auch von uns gewünscht -  aber den Sachverhalt klären Sie. Sie bleiben also die wichtigste Person im Rudel und entscheiden, ob Freund oder Feind. Der Hund kann nur bekannte oder unbekannt Personen erkennen. Ob der Heizungsmonteur - in den meisten fällen erwünscht -  oder Einbrecher -  in allen Fällen unerwünscht - beide würden entweder freundlich oder unfreundlich von Ihrem Hund empfangen.

 

Futter einteilen

 

Futter hat unter Hunden in der Regel eine große Bedeutung. Futter ist lebensnotwendig. Lebt ein Hund unter Hunden und lässt Futter liegen, wird dieses sofort von den anderen aufgefressen. Hund weiß ja nie, wann es wieder etwas zu Fressen gibt. Lassen die anderen Hunde jedoch das Futter des einen liegen, muss dieser sehr hochrangig sein. Sie haben dann soviel Respekt vor ihm, dass sie es nicht wagen, seinen Besitz zu fressen. Auch in anderen Situationen hat dieser hochrangige Hund schon seinen Anspruch auf seinen Besitz klar gemacht. Da reicht ein Blick, oder ein kleines Lefzenziehen, vielleicht auch ein zurückziehen der Beute, wenn ein anderer sie haben möchte. Demonstrativ wird auf der Beute herum genagt oder sie wird zwischen die Vorderpfoten gelegt, eine Pfote auf dem Futter: „Meins“! Das kann man nicht missverstehen. Ein Hund der unter Menschen lebt, behält weiter hin seine hündischen Verhaltensweisen und seine Kommunikation bei. Hat er Futter zur freien Verfügung, liegt sein Knochen mitten im Raum und kann er Futter vom Menschen einfordern, hat er auch hier eine hohe Stellung. Uns ist das Futter oder der Kauknochen des Hundes ziemlich egal. Wir als Menschen fühlen uns nicht als Futterkonkurrent des Hundes. Doch das weiß der Hund nicht. Er sieht nur, dass wir sein Futter nicht anrühren, sogar einen Bogen um den Kauknochen machen und sogar die feinsten Leckerbissen direkt aus unserer Hand an ihn weitergeben. Für ihn eindeutige Signale, dass er ein sehr hochrangiges Rudelmitglied ist. Entsprechend wird er sich verhalten. Er geht z.B. immer wenn Besuch kommt zu seinem Futter und frisst, oder er nagt ausgiebig an seinem Knochen, den er sonst nicht großartig beachtet. Wenn wir Futter in der Hand haben, fordert er es sogar oft ein. Probieren Sie es aus, nehmen Sie ein besonderes Leckerlie, geben Sie es dem Hund nicht und warten ab was passiert. Haben Sie ruhig Geduld. Erst wird Ihr Hund sein ganzes Repertoire abspielen, Sitz, Platz, Pfötchen geben, bellen oder Männchen machen usw. Irgendwie muss der Mensch doch reagieren und damit funktionieren. Dann wird er Sie anstupsen, anspringen, versuchen , Ihre Hand zu öffnen, lecken, mit den Zähnen die Hand aufbeißen usw. Die Vorgehensweise ist je nach Hundetyp und Stellung des Hundes unterschiedlich stark. Der eine gibt schnell auf, der andere wird immer wilder. Überdenken Sie mal die Fütterung aus der Hand…..und fragen Sie sich wie sehr sie schon von Ihrem Hund konditioniert wurden ;-) Sie sollten Futter, das nicht aufgefressen wird, wird nach ein paar Minuten wegstellen. Knochen und andere Kaugegenstände werden, wenn sie nicht aufgefressen werden, eingesammelt. Versuchen Sie Ihren Hund an der Futterorganisation zu beteiligen. Hunde sind vollauf begeistert, wenn sie sinnvoll mitarbeiten dürfen. Schließlich sind sie sozial lebende Jäger und haben das Bedürfnis, zusammen mit anderen für ihre Ernährung zu arbeiten. Verstecken Sie doch mal den Napf im Garten oder informieren Sie sich über die Arbeit mit einem Futterbeutel. Es gibt viele Möglichkeiten, die Bedürfnisse Ihres Hundes zu befriedigen.

 

Körperkontakt

 

Täglicher Körperkontakt ist in der Hundeerziehung wichtig und außerdem natürlich wichtig aus sozialen Aspekten. Unter Hunden wird die soziale Pflege auch zur Erziehung genutzt. Die Mutterhündin fordert einen Welpen nach dem anderen auf, sich auf den Rücken zu legen und leckt ihn dann überall ab. Sie bestimmt den Anfang und auch das Ende der Pflege. Im Rudel wird soziale Pflege nach der Welpenzeit weiter betrieben. Auch erwachsene Hunde zeigen damit ihren Respekt untereinander. Hierbei geht es nicht um das Bürsten, eher um die (gesundheitliche) Kontrolle von bestimmten Körperregionen wie Ohren, Schnauze, Pfoten und streicheln ihn an allen Körperstellen. Das muss natürlich geübt werden. Fangen Sie mit kurzen Einheiten an. Auch bei erwachsenen Hunden können Sie das machen. Allerdings kann es bei einem Hunde, das sich als sehr hochrangig empfindet, zu Gegenwehr kommen. Ist das der Fall, machen Sie auf gar keinen Fall weiter, sonder holen Sie sich professionelle Hilfe.

 

Besuch empfangen

 

Wenn es an der Tür klingelt stürzt der Hund in den Flur und bellt und tanzt wie wild herum. Es macht den Eindruck, als würde sich der Hund auf Besuch freuen. Doch ist das für Ihren Hund wirklich so? Eher wohl nicht. Ein Eindringling will in sein Reich, und der muss vertrieben oder aber in die Hausregeln eingeweiht werden. Das ist nach Meinung ihres Hundes wohl seine Aufgabe, sie fordern dieses Recht ja nicht für sich ein. Springt er die Kommenden ständig dabei an, umkreist sie, zwickt vielleicht in die Hose oder bringt ein Spielzeug oder rennt vor den Füßen herum, will der Hund eher zeigen, wer der Herr im Haus ist. Also, sollten Sie hier was tun. Die Flurtür sollte immer geschlossen sein. Klingelt es, bleibt der Hund in seiner Box, hinter einem Türgitter (Kinderbedarf) oder einer geschlossenen Tür, oder auf seinem Platz, notfalls mit einer Leine gesichert. Erst wenn er sich wieder entspannt hat, dürfen Sie ihn zum Besuch schicken. Sie geben die Erlaubnis. Damit entscheiden Sie und nicht mehr ihr Hund!

 

Führung übernehmen

 

Laut Wikipedia versteht man unter Führung: Einflussnahme auf die Willensbildung, aber auch Vermittlung von Wissen. Bei unseren Hunden geht es um die körperliche und die geistige Führung. Wie sieht ein „Spaziergang“ mit Ihrem Hund aus? Es geht aus der Haustür heraus auf die Straße. Ihr Hund hat es sehr eilig und zieht Sie schon um die nächste Ecke. Hier ist die erste Pinkelstelle Ihres Hundes. Ihr Hund bleibt stehen – Sie auch. Der Hund geht weiter – Sie auch. Stopp! Hier gibt es etwas zu schnüffeln, der Hund bleibt stehen – Sie auch. Der Hund geht nach rechts, dann nach links – Sie auch. Das könnte so jetzt eine Stunde lang so weiter gehen. Die körperliche Führung hat hier eindeutig der Hund. Und wie sieht es mit der geistigen Führung aus? Sie sitzen in Ihrem Sessel und lesen ein Buch oder sehen eine Sendung im Fernsehen, Ihr Hund setzt sich neben Sie und schaut Sie an. Ganz automatisch sprechen Sie ihn an und streicheln ihn liebevoll. Er läuft zur Tür und schaut hinaus. Ob er vielleicht Gassi gehen muss? Sie stehen auf und gehen mit ihm raus. Oder der Wassernapf ist leer, Ihr Hund steht vor seinem Napf und schleckt am leeren Boden. Natürlich springen Sie sofort auf und füllen nach. Dies sind nur ein paar Beispiele für geistige Führung. Scheinbar haben wir haben es hier mit einer Führungspersönlichkeit zu tun. Führung ohne Druck und mit einer Leichtigkeit, die uns Menschen doch zum Staunen bringt. ;-) Natürlich sollen Sie mit Ihrem Hund rausgehen wenn er muss, und sein Wassernapf muss auch immer voll sein. Das hier sollen nur Beispiele für viele andere Situationen sein, in denen ihr Hund sie ganz einfach dazu bringen kann, das was sie gerade tun sofort zu unterbrechen um seine Wünsche / Forderungen zu erfüllen. Also muss er enorm hoch in der Rangordnung angesiedelt sein wenn er so eine „Macht“ hat. So empfindet es ihr Hund. Hunde die selbstständig sind, entscheiden in allen Situationen selber. Im Hunderudel führen immer die Elterntiere. Jundhunde die die Führung beanspruchen verlassen das Rudel oder sie ordnen sich unter. Achten sie mal auf die vielen Kleinigkeiten die sich täglich in ähnlicher Form abspielen und versuchen Sie sich nicht wie der Futterautomat, der Spiel- und Streichelautomat etc. Ihres Hundes zu benehmen, ignorieren sie ihn auch mal und sagen sie mal „nein jetzt nicht“. 

 

Kot und Urin absetzen

 

Auch Kot und Urin haben etwas mit den Hausregeln zu tun. Für Hunde sind eben diese, wichtige Mittel der Kommunikation. Die Mutterhündin z.B. frisst den Kot der Welpen, um für die Sicherheit des Rudels zu sorgen (Niemand soll riechen, wo sich ihre Welpen befinden). Rüden, aber auch einige Hündinnen markieren mit Urin und Kot ihr Revier. Hunde können an den Marken erkennen, wer hier wann und sogar in welche Richtung unterwegs war. Je nachdem wie und wo ein Hund markiert, kann ein anderer Hund erkennen welchen Rang oder Status dieser hat. Hunde lesen also tatsächlich „Zeitung“, sie schreiben sie sogar selber. Treffen sich dann vielleicht zwei, die sich zwar seit längerer Zeit „Briefe schreiben“, doch sich nie persönlich getroffen haben, kann es je nach Art der „Nachrichten“, die sie ausgetauscht haben„ sogar spontan zu offener Aggression kommen. Wir Menschen fallen dann aus allen Wolken, weil wir mit der Nase eben nicht so gut lesen können und gar nicht wissen warum die Hunde „plötzlich und grundlos“ in Angriff übergegangen sind. Gerade territorial eingestellte Hunde sollten nicht überall markieren. Alles was markiert wird, wird zum Besitz und muss sogar verteidigt werden. Schaffen Sie Ihrem Hund daher eine feste Stelle um Kot und Urin abzusetzen. Bevor Sie mit ihm „Spazierengehen“, kann er sich dort lösen. Am besten klappt das, wenn Sie einen bestimmten Begriff für das lösen nehmen. Z.B: „Geschäft“, „Mach schnell!“ etc. und wenn es geklappt hat loben Sie ihn ausgiebig. So können Sie den Hund animieren sich an Stellen zu lösen, die Sie bestimmen. Am Anfang brauchen Sie natürlich etwas Geduld, aber es lohnt sich. Auch wenn Sie es mal eilig haben kann das sehr praktisch sein ;-) Sammeln Sie den Kot Ihres Hundes unterwegs ruhig ein, und werfen Sie ihn in den Mülleimer. So sind Sie, wie die Mutterhündin, mit der Sicherheit des Rudels betraut.

 

Wie gesagt, das ist kein genereller Leitfaden der auf jedes Mensch- Hundteam anzuwenden ist. Eine Beurteilung des Teams und der jeweiligen Situation lassen sich nicht ersetzen und sollten grundsätzlich immer am Anfang eines Trainings stehen.

Sonja Bauer

mob. ganzheitliche Hundeschule Verhaltensberatung & Training

(tiergestütztes) systemisches Coaching & Beratung

63263 Neu-Isenburg

Offenbacherstraße 143
Telefon: +49 171 2843651

             06102-8827531

s.bauer@das-hundetraining.de

 

HP:

www.das-hundetraining.de

www.a-learning.de

http://www.ganzheitliche-heilbehandlung-fuer-tiere.de/

 

Trainingsgelände: 

Doggyhouse

Bierbrauerweg 64

63071 Offenbach

BVFT - Berufsfachverband
Sonja Bauer Hundeerziehung, Verhaltensberatung, tiergestütztes Coaching

Wirb ebenfalls für deine Seite

http://www.hundetrainer-netzwerk.com/

http://diehundeprofis.net

http://www.hundeerlaubt.de/

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Sonja Bauer Hundeerziehung, Verhaltensberatung und klass. Homöopathie