*** Welpen - Treff ab dem 03. März sonntags um 13.15 Uhr in Offenbach***
                               ***  Welpen - Treff ab dem 03. März sonntags um 13.15 Uhr in Offenbach***

Unter territorialem Verhalten bzw. territorialer Aggression versteht man z.B. Bellen am Gartenzaun, wenn es an der Tür klingelt, Anspringen, gehemmtes Beißen (festhalten), Folgen von Besuchern auf dem Grundstück bzw. in der Wohnung etc.

 

Die territoriale Aggression, also der Versuch, einen Eindringling mit Drohen oder Angriff zu vertreiben, gehört zu dem Normalverhalten von Hunden. Natürlich muss dieses Verhalten soweit kontrolliert und eingeschränkt werden, dass keine Gefahr für den Menschen (Besucher) besteht. Um dieses Verhalten verändern und anpassen zu können, muss verstanden werden was territoriale Aggression ist und was in dem Hund dabei vorgeht.

 

Definition Territorium

 

Das Territorium eines Hundes ist definiert durch ein Gebiet, das von seinen Bewohnern begangen („patrouilliert"), markiert (mit Harn-, Kot- oder Kratzmarkierungen, sowie durch Bellen oder Heulen) und gegen Eindringlinge verteidigt wird. Innerhalb des Territoriums können sich Bereiche befinden, die intensiver verteidigt werden. (Eingangstor, Nähe zu wichtigen Ressourcen wie z.B. Wasser, Futter, Schlafplätze und an Stellen an denen schon häufiger Eindringlinge "erwischt" wurden etc.) Je größer das Territorium desto weniger intensiv wird es in der Regel verteidigt.

Was ein Hund zu "seinem" Territorium zählt ist von verschiedenen Faktoren sowie auch von dem speziellen Hund abhängig. Wohnung, Haus, Garten gehören in jeden Fall dazu, bei manchen Hunden wird auch die Umgebung in der sie regelmäßig ausgeführt werden etc. zum eigenen Territorium gezählt. Ab wann ein Hund einen bestimmten Bereich als "sein" Territorium sieht ist ebenfalls vom Hund abhängig, einigen Hunde brauchen nur ein paar Minuten, um ein Gebiet zu erkunden und zu markieren, dann verteidigen sie es gegen Fremde. Hunde mit sehr ausgeprägter territorialer Veranlagung, die bereits Erfolg mit ihrem Verhalten hatten (erlerntes Verhalten) können unter Umständen dazu übergehen, einen hereinkommenden Menschen anzugreifen, nachdem sie sich wenige Minuten in einem fremden Raum aufgehalten haben.

 

Definition Territorialverhalten

 

Grundsätzlich beginnen die meisten Hunde erst ihr Territorium (aggressiv) zu verteidigen wenn sie erwachsen geworden sind, im Schnitt so zwischen dem 2. und 3.Lebensjahr. Bei Herdenschutzhunden z.B. können territoriale Probleme noch nach dem 3. Geburtstag beginnen. Der späte Zeitpunkt des Auftretens sagt nicht immer etwas über die Stärke der Veranlagung aus.

 

Zu den territorialen Verhaltensweisen zählt man

  • Herumwandern und Erkunden des Territoriums.
  • Markieren durch Harn, Kot und Kratzen, bellen oder heulen.
  • Liegen auf (wenn vorhanden erhöhten) Aussichtsplätzen und Beobachten der Grenzen
  • Melden (durch leises bellen) bei Wahrnehmung eines Eindringlings

Hunde mit starker territorialer Motivation (bei starker Veranlagung, bei umfangreicher Erfahrung mit territorialem Verhalten) zeigen diese Verhaltensweisen häufiger. Tritt es gehäuft auf, spricht dies für eine entsprechende Tendenz beim Hund.

Definition territoriale Aggression

 

Die meisten Hunde zeigen die Neigung Eindringlinge zu verbellen oder zu bedrohen. Ist diese Tendenz recht gering, dann ist der Hund nur aufgeregt, wenn Besucher kommen. Mit steigender Tendenz steigt die Aufregung, es kommen Elemente des Aggressionsverhaltens hinzu. Bei starker Tendenz wird die Drohung massiver; in manchen Fällen droht der Hund nicht, sondern startet sofort einen Angriff.

 

Zur territorialen Aggression werden folgende Verhaltensweisen gezählt 

  • Verbellen in hoher Tonlage
  • Drohendes tiefes raues Bellen.
  • Vorwärtstürmen
  • Anspringen
  • Beißen (mehr oder weniger gehemmt)
  • Verfolgen
  • Fixieren

 

Bei Hunden, die Eindringlinge aktiv vertreiben, können nacheinander folgende Verhaltensweisen gezeigt werden 

  • Kurzes Wuffen beim ersten Bemerken des Eindringlings
  • Verbellen, wenn der Eindringling weiterhin wahrgenommen wird.
  • Drohendes Bellen, wenn der Eindringling sich weiter nähert.
  • Vorstürmen in Richtung Eindringling, häufig mit Bellen drohendes Anspringen (nicht immer) mit drohendem Bellen
  • Beißen (in manchen Fällen wird der Eindringling beim Weggehen von hinten gebissen)
  • Bleibt der Eindringling auf dem Territorium (z.B. im Garten oder in der Wohnung), behalten viele Hunde ihn im Auge: Sie gehen dicht hinter ihm, fixieren ihn über viele Stunden, und beginnen erneut mit Bellen, Vorstürmen und Beißen, wenn der Besucher sich bewegt.

 

Auslöser für territoriale Aggression 

  • Wahrnehmung von fremden Menschen, Artgenossen, anderen Tieren etc. während der Hund    sich in seinem Territorium aufhält.
  • Den Anblick von Hunden oder Menschen, die das Grundstück, das Haus etc. betreten.
  • Geräusche, die Eindringlinge ankündigen (Türklingel, Schritte vor dem Haus / der Wohnung, zuschlagende Autotüren etc.)
  • Besucher, die sich in der Wohnung "auffällig" verhalten (hektische Bewegungen, stolpern etc.).
  • Begegnungen auf dem Spaziergang (die meisten Hunde, die ausgeprägtes Territorialverhalten zeigen, verbellen auch bei Begegnungen mit Menschen oder Hunden. Vermutlich weil der gewohnte Spazierweg als Territorium betrachtet. Allerdings können auch andere Gründe die Ursache hierfür sein, z.B. Verteidigung der "Ressource Mensch", Unsicherheit, Probleme mit Artgenossen, Leinenaggression etc.)
  • Ungewohnte Gegenstände. Unsicherheit, Wuffen und Verbellen kann auch gegenüber neuen Dingen in der Wohnung (neue Möbel, Dekorationen, Sonnenschirme, Lichtschein einer Kerze etc. oder auf dem Spaziergang (gelbe Säcke, Fahnen...) gezeigt werden.
  • Hormone: Testosteron und Stresshormone (in erhöhtem Maße) fördern vorhandene aggressive Tendenzen.
  • Eine niedrige Frustrationstoleranz und mangelnde Impulskontrolle führt zu häufigeren, schnelleren und intensiveren Reaktionen.
  • Ängstliche Hunde sind nicht automatisch weniger territorial. Teilweise zeigt sich das Gegenteil, viele ängstliche Hunde sind angespannter, aufgeregter, und reaktionsbereiter. Manche ängstlichen Hunde zeigen sich auch erst unterwürfig und zurückhaltend, die territoriale Reaktion kann dann ganz plötzlich und intensiv gezeigt werden, für den Mensch sieht das dann wie eine unvorhersehbare, grundlose und plötzliche Reaktion des Hundes aus.
  • Eine sehr hohe oder auch eine sehr niedrige Besucherzahl zu Hause können den Hund überfordern oder im umgekehrten Fall "weis" er nicht wie er mit einem Besucher umgehen soll, da ja fast nie jemand zu Besuch kommt.

 

Was "passiert" beim Hund während er territoriales Verhalten zeigt

 

Für den Hund ist territoriales Verhalten "sein Job", in welchem Maße er diesen ausführen soll/darf muss vom Mensch kontrolliert und beeinflusst werden. Wenn das nicht passiert läuft das Verhalten des Hundes eventuell aus dem Ruder und kann gefährlich werden. Wenn ein Hund den ganzen Tag über auf Beobachtungsposten liegt oder auf patrouilliert, um Passanten oder Ähnliches zu verbellen, dann hat er einen anstrengenden „Job", der müde macht und „stresst". Je häufiger ein Hund Gelegenheit hat zu wachen, zu melden und zu vertreiben umso vehementer wird sein Verhalten ausfallen und er wird auf immer kleinere Reize reagieren.

Wenn der Hund häufig Erfolg hat mit seinem Verhalten und Eindringlinge zurückweichen, wirkt dieses Verhalten auf den Hund zudem "selbstbelohnend" und macht ihn natürlich auch Spaß.

 

Vorsorge

 

Natürlich sollten Hundebesitzer bei allen ihren Hunden dafür sorgen, dass die territoriale Veranlagung nicht gefördert wird! Am besten ist es schon von Welpenzeit an Besucher kommen zu lassen. Wichtig ist es, dass diese Begegnungen für die Welpen zu durchweg positiven und schönen Erfahrungen werden. Bei den Hunderassen mit starker territorialer Neigung ist dies ganz besonders wichtig.

 

Optimales Verhalten der Hundebesitzer auf territoriales Verhalten des Hundes

 

Das Verhalten des Besitzers beeinflusst maßgeblich das territoriale Verhalten des Hundes.

Das erste Wuffen das vom Hund kommt dient in der Natur als Warnung an die Gruppe. Beim nachfolgenden Verbellen wünscht sich der Hund ein Mitmachen seiner Familie (wie es im Rudel auch wäre). Reagieren Sie nun gar nicht auf das Signal ihres Hundes, dann sieht sich der Hund gezwungen deutlicher (lauter, heftiger) zu werden. Wenn Sie wütend auf sein Anschlagen reagieren, dann denkt der Hund, dass der Eindringling Ihre Wut ausgelöst hat. Wenn Sie also mit dem Hund schimpfen, wird er sein Gebell vielleicht unterbrechen - aber beim nächsten Mal umso heftiger loslegen!

Besser ist es den Hund unauffällig zu beobachten und wenn er den Kopf hebt und in Richtung Störenfried schaut und durch ein "Wuffen" meldet (bevor er losbellt!) dann schauen Sie kurz und gelassen in Richtung Störenfried und teilen dem Hund ruhig und beiläufig mit: „Das war nur der Nachbar. Alles in Ordnung" und widmen sich demonstrativ wieder ihrer Tätigkeit. Da Hunde unsere Stimmungen sehr leicht erfassen können, erkennen sie schnell, dass hier keine Gefahr in Verzug ist und entspannen sich. Viele Hunde lernen so nach und nach immer weniger auf kleine Außenreize zu reagieren und erst nach Ihrem Menschen zu gucken bevor sie impulsiv reagieren.

 

Sonja Bauer

mob. ganzheitliche Hundeschule Verhaltensberatung & Training

(tiergestütztes) systemisches Coaching & Beratung

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