*** Welpen - Treff ab dem 03. März sonntags um 13.15 Uhr in Offenbach***
                               ***  Welpen - Treff ab dem 03. März sonntags um 13.15 Uhr in Offenbach***

Wir bilden keine Rettungshunde aus! Unsere Zielgruppe sind Familienhunde!

 

Da die Nasen-und Sucharbeit den Hund auslastet und die gemeinsame Beschäftigung mit seinem Menschen das Vertrauen fördert, ist Mantrailing eine sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeit für Familienhunde und eignet sich für alle Rassen und Altersstufen.

 

Was bedeutet Mantrailing?

Mantrailing heißt „Menschen aufspüren“. Der Hund bekommt anhand einer Geruchsprobe den Individualgeruch des zu Suchenden präsentiert und hat die Aufgabe, diesen Menschen zu finden.

Man setzt ihn dort auf die Spur (Trail), wo man annimmt, dass das Opfer zuletzt gewesen ist.

 

Im Gegensatz zur Fährtenarbeit (Tracking) sind Bodenverletzungen nicht wichtig, da sich der Hund nach dem Individualgeruch des Opfers orientiert.

 

Was ist der Individualgeruch?

Jeder Mensch verliert permanent abgestorbene Zellpartikel (Hautschuppen z.B.), die ihn wie eine Wolke umgeben und langsam zu Boden sinken. Die Zellpartikel fallen nicht einfach nach unten sondern verhalten sich recht unterschiedlich. Es gibt leichtere und schwerere. Die schweren sinken schnell nach unten und die leichteren schweben länger in der Luft.

 

Erläuterung:

Auf den Zellpartikeln sitzen Bakterien, die sich von den Zellpartikeln ernähren und wiederum Stoffwechselprodukte erzeugen, die unsere Hunde riechen können. Jeder Mensch hat seinen Individualgeruch, der durch Ernährung, Krankheiten etc. zusammensetzt und ihn von anderen Menschen unterscheidet. Der Individualgeruch ist ebenso einzigartig wie ein Fingerabdruck. Da der Hund in der Lage ist "Stereo" zu riechen kann er ohne Probleme die Richtung erkennen in der die Spur gesetzt wurde. Unter idealen Bedingungen ist eine Spur noch nach vielen Tagen verfolgbar.

 

Die Zellpartikel fallen nicht einfach nach unten sondern verhalten sich recht unterschiedlich. Es gibt leichtere und schwerere. Die schweren sinken schnell nach unten und die leichteren schweben länger in der Luft. Durch den Wind werden die Zellpartikel weggeweht und es kann sein, dass das Opfer zwar mitten auf dem Weg gelaufen ist, der Trail aber am Wegesrand in den Büschen hängt, weil der Wind die Partikel dorthin getrieben hat.

 

Auch die Temperatur und die Feuchtigkeit der Umgebung spielen eine große Rolle. Die von den Zellpartikeln lebenden Bakterien können zu hohe und zu niedrige Temperaturen, sowie auch große Trockenheit nicht vertragen, sie werden inaktiv und produzieren somit keine Stoffwechselprodukte mehr, an deren Geruch sich die Hunde orientieren können. Ein wenig Regen oder Feuchtigkeit ist für die Aktivitäten der Bakterien allerdings bestens.

 

Auch die Bodenverhältnisse spielen eine Rolle beim Trailen, es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich quer durch den Wald, abseits der Wege traile, auf einem belebtem Wanderweg, auf Asphalt oder über eine Wiese. Die Geruchspartikel haften natürlich auf glatten Böden wie Asphalt, Beton oder Stein schlechter und werden somit weiter verstreut.

 

Belohnung:

 

Die Futterbelohnung sollte etwas sehr „Begehrenswertes“ für Ihren Hund sein, also etwas, dass es nicht täglich gibt. Die hohe Attraktivität der Belohnung spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau sowie auch bei der Aufrechterhaltung der Motivation. Gut geeignet sind z.B. kleine Fleischwurst-, Käsewürfel, Paste aus der Tube oder gekochtes Fleisch etc. Wichtig ist lediglich eine ausreichende Menge, sowie eine gute Portionierbarkeit, da der Hund nach jeder Übung belohnt werden muss. Nur wenn Ihr Hund sich überhaupt nicht mit Futter motivieren/belohnen läßt, bringen Sie bitte einen anderen geeigneten Motivator wie z.B. ein Spielzeug mit.

 

Zu Beachten vor dem ersten Trail:

 

  • Man braucht zuverlässige Helfer, sie „Opfer“ spielen und sich etwas mit dem Thema auskennen.
  • Man sollte die Suche immer mit dem gleichen Kommando, welches nur beim Trailen verwendet wird, beginnen und zwar genau dann, wenn der Hund die Geruchsprobe beschnüffelt. Auf dem Trail, sollte man dieses Stichwort nicht mehr benutzen, man weiß ja nie genau, was der Hund gerade in diesem Moment in der Nase hat. Deshalb eignet sich das Wort "Such" schlecht als Startbefehl, weil man es gerne zur Aufmunterung des Hundes während dem Trail benutzen möchte. Der Start-Befehl wird dann auf dem ganzen Trail danach nicht mehr benutzt!
  • Man kann anfangs die Trails markieren, damit man überprüfen kann, ob der Hund noch auf der Spur läuft oder sie verloren hat. Im Laufe der Zeit und mit etwas Übung lernt man seinen Hund während der Arbeit zu lesen, man weiß genau, wie er trabt, wenn er die richtige Spur in der Nase hat und kann dies auch an der Leinenspannung erkennen. Der Nachteil von markierten Trails ist zum einen, dass es schwer ist sich wieder von ihnen zu lösen, weil sie einem Sicherheit geben. Und zum anderen besteht die Gefahr, dass man den Hund unbewusst durch die eigene Körpersprache beeinflusst und ihn so dirigiert. Manche Hunde suchen auch von Markierung zu Markierung und nutzen diese als optische Hilfe, daher sollte man sich so schnell wie möglich, aber auch nicht zu früh, wieder von den markierten Trails lösen.
  • Die Geschwindigkeit sollte so gewählt werden, dass sowohl Hund als auch Mensch gut damit zurechtkommen während dem Trail. Hinter dem Hund her rennen sollte man nicht.
  • Man startet mit den ersten Trails im Wald in ruhigen Gebieten mit wenig Ablenkung. Langsam wird die Ablenkung gesteigert und man kann auf Wiesen und in ruhigen Wohngegenden mit wenig Autoverkehr arbeiten, bevor man sich Gegenden mit mehr Ablenkung und Kontamination zuwendet.
  • Am Ende des Trails steht das Auffinden des „Opfers“ und eine Belohnung für den Hund. Was man nimmt ist vom Hund abhängig, der eine freut sich auf ein Spiel und der andere möchte mit Futter belohnt werden.

 

Was sind die häufigsten Fehler? 

 

  • zu frühes Anziehen des Geschirrs
  • Zwang bei der Präsentation des Geruchsartikels
  • Keine Ruhe beim Start
  • Immer gleiche Geruchsartikel
  • Ansatz immer direkt auf Spur
  • Ansatz immer in Richtung des Trailverlaufs
  • Ansatz in Umgebung mit viel Ablenkung (beim Anfänger)
  • zu viel verbale Beeinflussung während des Trails
  • Ständiges Wiederholen des Suchkommandos
  • Korrekturen über die Leine
  • Wenn der Hund nicht weiter kommt drängeln
  • Unbewusste Körperhilfen
  • Weitergehen in Spurrichtung, während der Hund noch ausarbeitet
  • Abgänge / Winkel gehäuft an Kreuzungen
  • Ständig das gleiche Opfer
  • Kein Anhalten auf der Spur
  • Fast immer markierte Trails
  • Immer auf die gleiche Art markierte Trails (Kreide, Fähnchen.....)
  • Das Opfer macht sich bemerkbar beim Anblick des Hundes
  • Immer gleiche Auffindesituationen

 

Wo ist der Unterschied zwischen Mantrailing und Fährtenarbeit?

Bei der Fährtenarbeit orientiert sich der Hund vorrangig an den Bodenverletzungen, die durch das Gehen auf Gras, Erde, Laub etc. entstehen. Dem Hund wird kein Geruchsartikel gegeben, der Beginn der Fährte ist deutlich gekennzeichnet, die Fährte verläuft in der Regel nicht über steinigen Boden oder Asphalt, weil dort keine Bodenverletzungen entstehen können.

 

Beim Trailen spielen die Bodenverletzungen eine untergeordnete Rolle, weil der Hund sich an den Geruchspartikeln orientiert, die ständig abgestoßen werden. Daher kann ein Trail auch über Asphalt oder Beton etc. führen, ohne dass das für den Hund ein ernstes Problem wäre. Die Geruchspartikel, die jeder Mensch abstößt, sind übrigens - wie auch der Fingerabdruck - für jeden Menschen einzig, d.h. keine zwei Personen riechen genau gleich. Daher kann der Hund eine bestimmte Person und deren Weg eindeutig bestimmen und verfolgen - sogar durch eine belebte Fußgängerzone hindurch.

 

Überdies kommt noch hinzu, dass das Mantrailing eine deutlich anstrengendere Form der Sucharbeit ist, bei der noch mehr Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer gefragt ist als bei der Flächensuche.

 

Etwas anderes ist es, wenn der Hund aufgrund seines Jagdtriebs nicht zur Flächensuche ausgebildet werden sollte, weil es zu gefährlich wäre, ihn von der Leine zu lassen. Für solche Hunde ist das Mantrailing u.U. eine gute Alternative.

 

Sonja Bauer

mob. ganzheitliche Hundeschule Verhaltensberatung & Training

(tiergestütztes) systemisches Coaching & Beratung

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Trainingsgelände: 

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